Alles nach Plan

Noch 33 Tage, dann werde ich eine Tür öffnen. Eine Tür, die meinem Zuhause für die nächsten Monate gehört.

Mein Plan, die für die Visumsverlängerung nötigen 12 Wochen auf der Apfelplantage zu absolvieren, geht auf. Ich werde zwar nach einer Woche in meiner Gastfamilie wieder zurück nach Hawkes Bay gehen, damit ich die letzten 2 Wochen des Aprils noch für die Arbeit ausnutze. Denn man muss theoretisch nur einen Tag pro Woche arbeiten, damit sie für die Verlängerung gilt.

Nach der ganzen bürokratischen und ganz nebenbei noch körperlichen Anstrengung kann ich also endlich in meiner (anfangs als einzige Station geplanten) Familie Fuß fassen.

Wenn ich mir das so überlege (Achtung, zur Nachahmung empfohlen. Eltern verhaften ihre Kinder.) ist das eine außerordentliche Packung Neuseeland, die ich mir genehmige…
Erst einen (von maximal 3) Monat als Tourist, ohne Arbeit einfach nur hier ’sein‘. Währenddessen habe ich mir meine Gastfamilie gesucht. Der Vorteil, den Bewerber (oder die Bewerberin 😉 ) vor sich sitzen zu haben ist so durchschlagend, dass man sich wirklich die perfekte Familie suchen kann. Und dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zusagt. Denn Skype ist nichts gegen ein echtes Gespräch wo man sich gegenübersitzt…

Dann das Working-Holiday-Visum beantragen. Nachteil ist, dass man aufgrund des Aufenthaltes länger als ein Jahr ärztliche Zertifikate benötigt. Die kosten, das ist nun mal so. Aber für den verlängerten Aufenthalt nimmt man das mehr als gerne auf sich.

Mit dem Arbeitsvisum kann man sich nun in das Work-and-Travel-Leben stürzen. Man kann lange Tage in der schreienden Hitze Äpfel pflückend verbringen und sich Gedanken über das Leben, den Sinn von Bildung und einem qualifizierten Job machen. Man lernt, was sparen heißt. Man lernt, dass Arbeitsklamotten schneller zu ‚riechen‘ anfangen. Und man lernt, dass das Leben doch nicht nur Spiel und Spaß ist.

Wenn man dann entweder die Schnauze oder die 12 Wochen für die Verlängerung voll hat, kann man die nächste Stufe zünden. Man geht zu seiner Gastfamilie und..nun, davon werde ich zu reiferer Zeit mehr berichten.

Die Rechnung in Monaten ist nicht schwer. Mein Fall sieht so aus:
1 Monat mit Touristenvisum
12 Monate mit dem Working-Holiday-Visum
3 Monate als Verlängerung des WHV

Wenn ich zu meiner Familie gehe, werde ich bereits 5 Monate hier in Neuseeland verbracht haben. Bleiben also noch 11 Monate. Die letzten davonmöchte ich zum Reisen auf der Südinsel nutzen, sodass mir 9-10 Monate in der Familie zur Verfügung stehen.

Ein anderer Nachteil ist aber, dass man sein Flugticket verlängern muss. Denn bei der Einreise als Tourist muss man ein Rückflugticket vorlegen. Es ist kein Problem, ein Flugticket zu verlängern (kostet nicht die Welt). Aber Flugtickets sind nur für die Zeitspanne von einem Jahr verlängerbar. Da mein Aufenthalt hier darüber hinausgeht, musste ich meinen Rückflug verfallen lassen und werde mich nach einem neuen umsehen. Vielleicht hätte das auch besser laufen können, also sprecht unbedingt rechtzeitig mit eurem Reisebüro…
Nichtsdestotrotz (deutsche Wörter klingen immer komischer 😀 ) ist auch dieser Umstand die zusätzliche Zeit hier am Ende der Welt voll wert.

Unter anderem deswegen:
Die meisten Au Pairs kommen direkt in ihrer Familie an und viele verlassen sie auf dem direkten Wege nach Hause. 1 Jahr Au Pair sein, etwas reisen zwischendurch, Ende. Das war anfangs auch mein Plan, aber der hat sich ja maßgebend geändert.
Ich werde bei der Ankunft in der Familie schon im neuseeländischen Leben angekommen sein. Ich habe dann nämlich schon Straßen und Supermärkte, Tankstellen und Umgangsformen, Lebensmittel und Sprache kennengelernt. In meinem Aufenthalt stellt das Au-Pair-Sein somit zwar den zentralen Punkt dar, aber es ist lange nicht der einzige Inhalt.
Und nach meiner Reise auf der Südinsel kann es sogar ein kleines ‚Wiedersehen‘ mit der Familie geben, bevor ich endgültig heimkehre. Ich reise, arbeite, bin Au Pair, reise wieder und danach geht es nach Hause. Nach 16 Monaten Neuseeland…

Bei einem Roadtrip ging es wie so oft bergauf und ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Neuseeland ist SO wunderschön!

Merke: Für Ausflüge mit der Kamera eignen sich Sonnentiefstandsstunden am besten. 😉

Sogar diesen Platz habe ich am Ende des Roadtrips gefunden. Ein Weltrekord nur 100km von meinem aktuellen Zuhause entfernt! 😀
(Der Name beschreibt einen Hügel und ist eigentlich ein ganzer Satz.)

Heiße Luft

Wo war ich stehengeblieben?

Rotorua

In dieser wunderlichen Stadt. Ich habe dort ein paar Tage verbracht und vornehmlich die Gegend erkundet. Rotorua ist ja bekannt für seine geothermale Aktivität. Und das merkt man an jeder Ecke. Wo man auch hingeht, es gibt immer diese dampfenden Tümpel, sprudelndes Wasser aus der Erde, Löcher im Boden, Schwefelgestank. Ich habe den See in Rotorua, ein paar Parks und ‚Te Puia‘, eine Attraktion um Maorikultur mit einer Ansammlung geothermaler Wunder (und viel Schwefelduft), besucht. Von diesem unwirklich erscheinenden Flecken Erde musste ich natürlich sehr viele Bilder machen…

Was soll ich sagen? Es kocht einfach mal am Boden…

Lake Rotorua

Alles schreit förmlich nach Abenteuer.

Möwen sind doof und fies, habe ich erfahren müssen. Hoffentlich ärgert sich diese einmal über das hässliche Bild von ihr im Netz! 😀

Ein gänzlig unspektakulärer Teich im Stadtpark.

Es gibt immer abgesperrte Gebiete wo es besonders dampft, sprudelt und riecht…

Wer dringend ein Hobby sucht, hier Inspiration. 😉

Jedes Stück Natur hat seine Regeln…

Wo bin ich hier gelandet??

Hier etwas Chemieunterricht. Versteinertes Holz?

Das ist mal Kunst!! (und das ist nicht meins)

Te Puia

In Te Puia geht es sehr viel um Maorikultur. Man sieht deswegen nur Fratzen weil die Religion es verbietet, menschliche Züge darzustellen.

Habe ich das Wort ’sprudeln‘ schon benutzt?

Mudpools. Es gluckert wie Mamas Tomatensoße kurz bevor sie fertig ist…

Noch was an die Chemiker unter uns… 🙂

In Rotorua City steht der wahrscheinlich schönste Fahrradständer von allen…

Nebenbei durfte ich den für Neuseelandreisende beinahe schon obligatorischen Fallschirmsprung absolvieren. Ein einmaliges, unglaubliches und äußerst intensives Erlebnis.

YEEEEEEEEHAAAAAAAAAAAAA!!!

Zum Abschied von Rotorua habe ich Hitchhiking versucht. Mein Ziel war Taupo und es hat gut geklappt. Nach etwas Wartezeit hielt ein pensionierter Bauer an und nahm mich mit nach Taupo. Wir unterhielten uns die Zeit über über Landwirtschaft und er erklärte mir den Wandel, den das Land von Forst- zu Weidefläche durchmacht. Jetzt weiß ich auch, dass Neuseeland tatsächlich mehr Schafe als Menschen besitzt, aber dass die Zahl der Schafe sich in den letzten Jahren halbiert hat. Kühe gewinnen immer mehr an Bedeutung und die Milchwirtschaft floriert heutzutage.

Taupo

Der liebe John ließ mich am Standrand raus und ich ging guter Dinge drauflos. Wenn ich eines in Neuseeland gelernt habe, ist es, dass man alle Leute immer ansprechen kann. Also versuchte ich mein Glück bei der erstbesten Person, einem forschen Schrittes vorangehenden Mädchen mit Ohrstöpseln in den Lauschern. Dieselben waren flugs verschwunden und es stellte sich heraus, dass sie im Pak’n’Save (eine Art großhandelartiger Aldi) arbeitet, welcher 3 Minuten vom Hostel entfernt ist. Also hatte ich nicht nur eine gute Wegbegleiterin in Christin, sondern auch ein zuverlässiges Navi in der unbekannten Stadt. Zu erwähnen sei da, dass wir uns bei jedem meiner zwei Besuche in dem selben Supermarkt an der Kasse trafen. Man sieht sich halt immer 3x im Leben oder wie war das? 😀

In Taupo blieb ich nur eine Nacht, wobei dieser wunderschöne Flecken (Mittel-) Erde mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Zumal ich die Gegend ja schon aus 4.500m Höhe gesehen hatte. 😉 Aber mein Plan sah es so vor. Ich wollte in Taupo nämlich eine Bloggerin treffen, welche dort Au Pair ist. Das war auf vielen Ebenen besonders und Lake Taupo sieht mit der untergehenden Sonne und den Füßen vom warmen Wasser umspült einfach nur schön aus…

Mein Plan für den nächsten Tag sah eine weitere Portion Hitchhiker-Abenteuer vor. Nachdem ich meine Ersatztasche, welche mir in Absenz der gewünschten ja immer noch an der Backe klebt, über Wiesen und durch Schotter stückweise Richtung Highway 5 nach Napier gezogen hatte, ward mein Daumen erhört und Andrew nahm mich mit. Wir unterhielten uns angeregt über viele Themen rund um Neuseeland (Aotearoa, wie es die Maori ursprünglich nannten) und es galt wieder über die Natur des Landes zu staunen. So viel Abwechslung gibt es nur hier. Und so viel Schönes so nah nebeneinander sicher auch…

Napier

Andrew ließ mich direkt in Napier raus und ich checkte im Hostel ein. Ich hatte Lust, neue Leute kennenzulernen. In Rotorua hatte ich ein Einzelzimmer (welches den Wert von Privatsphäre wieder wichtig werden lässt) und in Taupo war ich ja nur für eine Nacht. Aber in dem Vierbettzimmer hier bin ich tatsächlich der einzige Bewohner. 😀 Nun, über 2 Nächte allein will man sich ja nicht beklagen…
In Napier (oft als wunderschön bezeichnet) ist es wunderschön! Die Stadt wird vom Art Deco (habe ich je erwähnt, das ich großer Bioshock-Fan bin?) dominiert, das Wasser ist blau, es ist auch hier heißer Sommer.
Hier in Napier traf ich dann Klaus und Jennifer, dieselben die mich anfangs in Wellington zum Hostel brachten. Ich wurde nicht nur mit köstlicher Speise bewirtet, sondern auch mit dem Angebot mir bei der Jobsuche behilflich zu sein.

Danke Papa für’s Reparieren. Mögen sie mir noch lange treu zur Seite stehen, bzw. zugrunde liegen…

In Napier stand ich zum ersten Mal vorm weiten Ozean und ich stand lange da.

Meine Pläne sahen ja erstmal die Südinsel als Reise- und Arbeitsziel vor, aber in den 3 Monaten die mir zum Arbeiten für die Visumsverlängerung bleiben wird für’s Reisen dort nicht viel Zeit bleiben. Zumal ich auch in 3 Monaten meinen Au-Pair-Job in Wellington antreten werde…
Vielleicht arbeite ich lieber in Hawke’s Bay und vertage die Südinsel auf später. Das sind die aktuellen Überlegungen. Erst muss ich zwecks Kontoeröffnung aber nach Wellington zurück (diesmal mit Bus, also keine Sorge 🙂 )…

Es geht bergauf!

Die Universität ist nur ein paar hundert Meter von mir entfernt. Also sollte eine halbe Stunde ausreichen.
Was ich allerdings nicht so mit einkalkuliert hatte war, dass es ein paar hundert Meter Luftlinie ist und die Höhenmeter dabei noch nicht mal mit eingerechnet…

Also hastete ich die steilen Gässchen und Treppen hinauf und mein Schweiß lief ganz bald in die entgegengesetzte Richtung. Als ich schließlich nach mehr oder weniger hilfreichem Nachfragen und ein paar weiteren Metern auf dem Universitätsgelände die Musikschule betrat, hatte das Konzert zwar begonnen aber ich war nicht der einzige der es nicht pünktlich geschafft hatte. Nachdem wir die erste Spielpause abgewartet hatten, betraten wir den Saal und fanden uns mit einer beachtlichen Anzahl von Cellisten in einem etwa gerade mal doppelt so großen Publikum gegenüber wieder.

Es war herrlich. Das Cello ist schon ein feines Instrument… Nachdem ein paar klassische Stücke abgespielt waren, durfte sich jeder mit seinem Cello dazusetzen und es wurde eine Auswahl an Weihnachtsliedern gespielt. Man durfte mitsingen, aber leider habe ich noch nicht sooo viele englische Weihnachten miterlebt um die Texte zu können…
Es war wieder ein Stückchen Heimat. Eine kleine Reise in alle Weihnachtsfeiern der Vergangenheit.
Musik ist mehr als nur Geräusch.

Dieses Mal habe ich meine Kamera mitgenommen, denn ich weiß dass es etwas zu sehen geben wird. Nur habe ich weniger erwartet als ich tatsächlich sehen durfte. Ich habe mich an den (Innen-) Stadtrand begeben um auf den Mount Victoria zu steigen.

Ja, es war steiler als es aussieht. 🙂

Ich habe ja hier und da davon geschwärmt, wie nah in der Gegend des Schwarzwalds doch der Aufstieg in ‚die Berge‘ ist. Da war ich noch nicht in Wellington. Denn Wellington bietet nicht nur die Nähe zu Bergen rundherum, sondern auch wunderschöne Aussichten wenn man ein paar Schritte geht.

Ich ging erstmal von der Strandpromenade in Richtung hoch. Die kleine geschlängelte Gasse war mit Häusern gesäumt. Habe ich irgendwem mal gesagt, dass ich so eingewachsene, schrullige Häuschen gut finde? Solche findet man da fast überall. Keine Jahrhundertbauten wie in Deutschland natürlich, aber nicht weniger gemütlich anmutend.

Es roch so herrlich nach irgendwelchen Blüten…

Da erschien das Phänomen zum ersten Mal. Treppauf, treppauf, aber danach sieht man nichts. Nach ein paar Stufen komplettiert sich das Bild: Es geht wieder bergab danach. Ist ein netter Effekt mit der Sonne im Gesicht auf diese Weise einen Treppenaufstieg zu beenden.

Etwas weiter verließ ich dann die Straße und es ging in den Bush.

Dann wieder das Phänomen. Dieses Mal wurde ich nicht mit einer Straßenszenerie beschert, sondern mit einer Wiese, auf der ein paar offensichtlich auf Stil bedachte Leute den Spätnachmittag genossen. Schon hier hatte man ein betörendes Panorama von Wellington zu sehen.

Ich wollte aber noch höher. Nachdem ich einem Vogel zugehört habe, der zuerst hohl klingende Laute von sich gab, dann pfiff und krächzte (interessante Kombi) ging mein Weg weiter auf Pfaden die ich schon irgendwo gesehen habe.
Ohne viel nachzudenken erinnerte ich mich an den Fakt, dass hier die ersten Szenen für Herr der Ringe gedreht wurden. Und es sah tatsächlich so aus. Faszinierend. Nur nach Hobbits Ausschau zu halten wäre denn doch zu viel gewesen…

Wieder eine Lichtung, wieder eine Wiese, wieder ein wunderbares Panorama.

Dann nach ein paar 45-Grad-Steilhängen aus Kies und Geröll tat sich wiederum dieses Phänomen vor mir auf. Nur dieses Mal war es nicht die nächste Bergkuppel, die ich sah, sondern ein Auto. Es war der Parkplatz am Mount Victoria Lookout. (Sozusagen das Schau-ins-Land der Wellingtonier.)

Und da stand ich nun. Oben.

Ein Panorama mit extra viel Sonne und einem Hauch Wellington.

Meine Kamera kann!

Jetzt sitze ich in Miramar (das liegt quasi neben dem Flughafen Wellingtons) und habe ein besonderes Erlebnis hinter mir.
Ich habe nämlich mit einer Familie Kontakt aufgenommen, die in einem Vorort Wellingtons lebt und ein Au Pair sucht. Die Mutter arbeitet nur etwa 200m vom Hostel entfernt, also trafen wir uns dort und hatten ein Interview. Das Gespräch unterschied sich sehr von dem damals via Skype, und das war auch das was ich mir erhofft hatte.

Also stehen die Chancen nicht schlecht, ab April nächsten Jahres auf 3 Kinder und einen Haushalt aufzupassen…
Das werden wir aber noch sehen, nachdem ich mit dem aktuellen Au Pair gesprochen habe. Bis jetzt hört es sich auf jeden Fall sehr gut an.

In Miramar gibt es ein ganz feines Kino und dasselbe hat ein ebenso feines Restaurant inne. Ich habe das Breakfast Special im Magen, es spielt feine Musik die dem Stil des Kinos entspricht, das knuddelige Baby lächelt mir über die Schulter seiner Mutter zu und der Raum wird von den Bässen des Kinosaals erschüttert.

Draußen scheint gleißend die Sonne und es ist ein schöner Tag!

Zoobesuch

Ich weiß, ich bin lange still geblieben… Aber manchmal passieren einfach keine größeren Dinge, die einen Post wert wären. Auf der Familiensuche gibt es nicht viel Neues, man muss viel Geduld haben und die Kiwis sind eben sehr spontan…
Aber letztens waren wir mal wieder im Zoo.
Angefangen hat dieser Traditionsakt, als OmaOpas Enkel 1 und 2 (ich bin Nummer 2 😀 ) etwa 5-7 Jahre alt waren und Nr. 3 und 4 keine Pampers mehr brauchten…
Jedes Jahr aufs Neue ist das ein großer Tag. Wie soll es im Zoo auch anders sein? 🙂
Im Laufe der Zeit kamen dann immer mehr Enkelkinder dazu und mittlerweile auch ihre Eltern. Anders wäre die Bande auch schwer zu bändigen. Und als Familienausflug ist der Zoobesuch auch sehr gut konzipiert…
Dieses Mal hatte ich meine Kamera mit und möchte ein paar Impressionen mit euch teilen:

Das Prinzip „Die Augen sind größer als der Mund.“ gibt es nicht nur unter Menschen. 🙂

Esel sind wohl die traurigsten Tiere in jedem Zoo…

Achtung Mädls: Nur Giraffen haben schönere Wimpern! ;D

Manche Menschen werden zurecht als Bären bezeichnet. (Natürlich in positiver Beziehung. 🙂 )

Die Flamingos sind die ersten Tiere direkt am Eingang. Seit 15 Jahren immer gewesen. Und man erwartet auch nichts anderes. Nur wenn man mal über so Tiere nachdenkt: Zum Schlafen verschwindet eine der ewig langen Stelzen irgendwo in ihrem Körper; die haben relativ riesige Schnäbel; die sind rosa bis rot; die haben ellenlange, extrem biegsame, kuschelig-puschelige Hälse…
Aber das ist ja völlig normal, Flamingos halt…

Erfahrungsbericht Fahrsicherheitstraining

Am Dienstag hatte ich also mein zweites Fahrsicherheitstraining.

Es war das Intensivtraining des ADAC. Ich musste erstmal die ganze Strecke nach Hannover fahren, wo das Training stattfand. Dann sind wir nach einer kurzen Kennlernrunde schon auf das Gelände gefahren.
Wir hatten so viel Glück an dem Tag! Perfektes Wetter (bewölkt und kein Regen), einen super Gruppenleiter, eine ebenso perfekte Gruppe (8 von max. 12 Teilnehmern, 4 Frauen/ 4 Männer, Altersspanne 19-75 Jahre, 6 Autos mit ABS usw. und 2 ohne) und halt den Vorteil, dass wir das Intensivtraining gewählt hatten.

Mein guter, alter Audi 90 war eins der ‚technikfreien‘ Autos, wie unser Gruppenleiter es nannte…
Kommuniziert wurde über Funkgeräte. Meins konnte ich über ein einfaches 3,5mm-Klinke-Stecker-Stecker-Adapterkabel an mein Radio anschließen und hatte somit die Zeit über 1A-Sound. :))
Wir sind also von Modul zu Modul gefahren, wovon es einige gibt (wie Kreisbahnen, viele glatte Flächen, Offroad-Gelände, Hydraulikplatte, etc.) und die auch parallel genutzt werden. Wir hatten wahrscheinlich wegen der relativ kleinen Gruppe immer genug Zeit für Besprechungen und Theorie-Einschübe.
Mittag gab es am Buffet, was sehr lecker war. 🙂

Ich habe meinen Audi ordentlich quälen müssen… Von Vollbremsungen ohne Ende über Schlittern und Ausbrechen bis zu ganzen 360-Grad-Drehungen.
Die technikfreien Autos haben bei solchen Trainings Sonderstatus, weil die einen viel längeren Bremsweg haben, keine Spurhaltesysteme besitzen und noch viel mehr. Die meisten Leute wissen sowas aber nicht. Ich wusste es auch nicht, bis ich mein erstes Training hatte. Und mein nächstes Auto wird mit Sicherheit mehr ‚Technik‘ an Bord haben… 😀

Der O-Ton der Übungen war, dass man gefahrlos die Grenzen seines Autos kennenlernen kann, dass man Gefahren somit erkennen und vermeiden/ bewältigen kann. Besonders auf glatten Untergründen wurde geübt, da dort die meiste Gefahr lauert. Und man lernt immer wieder, wie viel nur 5km/h mehr auswirken können…

Ich empfehle ausdrücklich jedem, so ein Training zu absolvieren. Besonders Fahranfängern. Es ist das Geld allemal wert!