Noch Bilders!

Also fuhr ich wieder mal nach Hause und wieder ging gerade die Sonne unter. Ich kam von der Theaterprobe und hatte meine Kamera auf dem Beifahrersitz liegen. Die anderen Requisiten bleiben am Spielort, denn man muss die ja nicht jeden Tag hin und her karren, wenn man sie daheim sowieso nicht nutzt…

In den letzten Tagen bin ich zu nicht sehr viel gekommen. Jeden Tag nur Arbeit und Probe. Also habe ich wenig Zeit für andere Beschäftigungen. Nun, da muss man durch. Aber bald ist es ja auch so weit und die Premiere steht an…
Zu der beschriebenen goldenen Minute des tiefsten Sonnenstandes hielt ich dann an einer neben einem Weizenfeld gelegenen Bushaltestelle und fotografierte die Szenerie, die diesem Blog einiges an Farbe hinzutun soll. (Keins der Fotos ist in irgendwelcher Weise bearbeitet;)

Mein Favorit.

Bilders!

Ja, es ist lange her. Laaaange her.
Und die letzten Wochen hatte ich auch wirklich viel zu tun. Ich durfte Bioshock (das einzig wahre Computerspiel aus meiner Sicht) endlich durchspielen, ich lese 3 Bücher parallel, ich habe 2 Theaterstücke in der Probephase (bei einem sind es gleich 3 Rollen, die ich zu spielen habe) und dann ist da noch die Kamera, die ich beherrschen möchte. Und ihr natürlich.
Alles ganz tolle Dinge, nicht wahr? Nur muss man sich Zeit für jede einzelne Sache nehmen und dann kann es schnell passieren, dass dieses oder jenes zu kurz kommt…
Deswegen vergesse ich aber nichts. Manche Sachen lösen sich ja schnell auf, manche bleiben länger, manche werden zur Gewohnheit. Und das Bloggen macht jetzt gerade doppelt Freude, so bunt… 🙂

P.S.: Die Bilder sind vom heutigen Abend.

Mivoc Sidekick

Musik ist großartig!
Um sie wiederzugeben, gebraucht man gewöhnlich Lautsprecher. Die sollen jeglichen Ton ordentlich spielen können. Gerade der Bass ist dabei von großer Bedeutung, worauf wohl jeder junge Mensch großen Wert legt. Meine alte Ausstattung gab nicht viel her, so suchte ich mir ein gutes 2.1-System heraus und wollte es mir auch gleich kaufen.
Mein Vater aber riet mir davon ab. „Bau‘ dir doch lieber selbst welche. Das ist viel besser!“
Selbst bauen? Das ist mal gar nicht so einfach… Und man muss etwas TUN, nicht nur auf ein Paket warten und auspacken.
Naja, für den guten Ton macht man so einiges. Also sah ich mich nach Bausätzen um und wurde mit dem der Mivoc Sidekick fündig. Sie bot einen guten Preis und riesige Leistung wurde versprochen. Alles außer dem Holz war in dem Bausatz enthalten. Die Dinger sind auch ‚recht kompakt‘, wie man auf dem Bild sehen kann…
Ran an’s Werk!!

Jetzt also mal ein ‚fachlicher‘ Beitrag, nämlich vom Bau meiner Lautsprecher.

Bevor die Frequenzweiche, Dämmstoff und die einzelnen Chassis eingesetzt werden können, muss das Gehäuse stehen. Wir nahmen 19mm starkes MDF, welches seit ich lebe bei uns lagert. Mein Vater hat aus dem selben Material damals seine großen Standboxen gebaut.

Wir schnitten also erstmal die einzelnen Wände zu.

Danach alle Öffnungen für die Chassis und das Schraubterminal setzen. (Die Box arbeitet nach ‚geschlossenem Prinzip‘, also komplett abgedichtet.)

Damit der erste Bassstoß die Box nicht zerlegt, wählten wir Flachdübel und Konstruktionskleber zum Bau.

Die Box trocken zusammengestellt:
(Hier sieht man gut beide Kammern. Eine große für Frequenzweiche und Subwoofer, sowie eine kleine für beide Tiefmitteltöner und den Hochtöner.)

Je größer der Anpressdruck, desto besser die Klebeverbindung 🙂

Die Kanten abgerundet und komplett lackiert sah die Sache schon ganz annehmlich aus.

Inzwischen hatte ich die Frequenzweiche auch schon zusammengelötet. Als Elektroniker ja kein Problem, auch wenn sie am Ende eher zweckmäßig als schön geworden ist…
Sie musste schließlich in das kleine Gehäuse passen UND ich habe keine zusätzlichen Drähte ‚innerhalb‘ der Schaltung ziehen müssen. (Die Anschlüsse: + , – , Tiefmittel- und Hochtöner)

Dann mithilfe von Heißkleber auf eine Holzplatte gebracht und am Ende wurde sie mitsamt aller Anschlussleitungen in das Gehäuse eingeschraubt.

Jetzt ging es an’s Eingemachte. Nach dem Dämmstoff die Chassis selbst. Anlöten, reinstecken, anschrauben. Fertig!

Der 20cm-Subwoofer wird aber nicht direkt über den Verstärker angesprochen, sondern je Seite von einem Aktiv-Verstärkermodul. So steht genügend Leistung zur Verfügung. Die Module sitzen unter dem Tisch, wie auf dem ersten Foto gut zu erkennen ist.
Nachdem wir meinen Schreibtisch verlängert, Verstärker, Kabel und so weiter an Ort und Stelle gebracht hatten konnte es losgehen. Die Frucht einiger Tage, Sorgen und Mühen endlich auskosten…
Heute sitze ich in meinem Zimmer vor meinen Lautsprechern und freue mich immer wieder. Ich kann aufdrehen dass die Bude wackelt, die Tonqualität ist erstklassig, der Bass unglaublich. (Man bedenke dabei die Größe des Gehäuses.)
Ich möchte mich bei meinem Vater öffentlich bedanken, denn ohne ihn wäre das ganze Projekt nicht zustande gekommen, geschweige denn vollendet worden.
Vielen Dank Papa, du hattest ja so Recht!