Die Winterreise Teil 1
Nachdem es die letzte Woche ja eher ruhig auf meinem Blog zuging, soll es nun Stück für Stück den Reisebericht des zuvor angekündigten Roadtrips auf der Nordinsel geben.
Es fing alles mit Planung und Überlegung an. Die Entscheidung über Nord- oder Südinsel fiel, einige Reisegenossen schieden leider in dem Prozess aus verschiedenen Gründen aus und so blieben wir am Ende zu zweit übrig.
Hier herrscht zur Zeit bekanntlich tiefster Winter und so hörten wir wenig ermunternde Worte von den Einheimischen. Auf der Nordinsel schneit es eher wenig, also wäre Regen wintertypisch…
Unser Plan: Die Nordinsel abklappern und so viel wie möglich mitnehmen. Für Celine war diese Woche nämlich die letzte Möglichkeit, die Nordinsel in ihrer Pracht zu sehen. Gut ist, dass wir beide die Ostküste schon gesehen hatten und wir dieselbe verlustfrei auslassen konnten…
Wir hatten keinen festen Plan, nur eine Liste an Dingen die wir sehen wollten und eine Richtung, nämlich nordwärts. Die ersten 2 Hostels waren gebucht und den Rest entschieden wir Stück für Stück nach Lust, Laune und Wetter. 🙂
Ich werde aber so schreiben, als wäre alles schon klar gewesen. 🙂
Am Samstag trafen wir uns am kühlen Morgen in der Innenstadt Wellingtons. Zum Autoverleih war es nicht weit und schon standen wir vor unserem kleinen aber feinen Auto. Gut dass wir an Musik-CDs gedacht hatten und sogar an das Ladegerät für den Zigarettenanzünder. Wenn dieser denn noch funktioniert hätte, wäre uns manche Aufregung erspart geblieben…
Vor Reiselust sprühend saßen wir dann im Auto und entfernten uns vom geliebten Wellington. Über eines waren wir uns im Klaren: Bei so einer Reise zu zweit lernt man sich zweifellos sehr gut kennen. Damit nur gesagt, dass wir uns die Zeit über über überhaupt nicht uninteressante Themen unterhielten.
„ANHALTEN!“ unterbrach dann oft das Gespräch und das hieß, dass einer von insgesamt ca. 310 Fotostopps anstand. Das geht so: Man fährt an den Straßenrand (natürlich nur wenn genügend Platz vorhanden ist), springt aus dem Auto, schießt wild ein paar Fotos, sagt Ah und Oh und fährt dann weiter.
Die erste Station war der Tongariro Nationalpark. Unser Hostel stand im Dörfchen namens ‚National Park‘. Wie ich so begeistert im Artikel ‚Raus aus dem House!‘ im Januar berichtete dass die Landschaft sich so rasant verändern kann, sahen wir dieses Phänomen nun ganz aus der Nähe. Im Tongariro ist es nicht grün, es gibt keine Weiden für die Schafe aber dafür die großen Berge. Schneebedeckt und majestätisch. Sogar einen braunen Golfplatz haben wir gesehen. 😀
Aber bis wir am Ziel ankamen, mussten wir uns erst an die winterlichen Streckenbedingungen anpassen. Wegen Erdrutschen war ein Stück des Highways gesperrt und wir nahmen die szenisch wunderschöne Umleitung.
Im Hostel angekommen aßen wir dann ein einfaches Backpackerabendbrot (Spaghetti + Tomatensoße aus dem Glas) und dann waren da die Table Talkers… Das ist eine einfache Sammlung aus persönlichen Fragen und wir haben es erprobt: Sie sind wunderbar um sich etwas näher kennen zu lernen. 🙂
Dank der Nebensaison blieben wir in unserem 6-Bett-Zimmer allein. 🙂
Am ersten Tag haben wir einige wunderbare Aussichten am Straßenrand, zwei ruhmreiche Skulpturen und viele umwerfende Panoramen auf die Berge im Tongariro und auf den Nationalpark selbst gesehen. Die herrliche Reiseatmosphäre und die langen Gespräche waren dann für einen gesunden und traumdurchzogenen Schlaf verantwortlich…





































