Skype-Date

Wie in den vielen anderen Blogs dieser Gattung kann auch ich nun einen Pflichtbeitrag veröffentlichen. Nämlich den des ersten Skypedates.

Am Samstagmorgen habe ich mir früh den Wecker gestellt, bin aufgestanden, habe mich schick gemacht und mich vor den PC gesetzt.
Fähigkeit, Englisch zu sprechen: Check
Webcam: Check
Mikrofon: Check
Hintergrund: Check
Online: Check

Nach kurzer Wartezeit kam dann der Anruf rein. Nach einem ausgiebigen „Hi, how are you?“ wurden dann Fragen von meiner und von ihrer Seite gestellt.
Und mit der Fähigkeit, Englisch zu sprechen verhält es sich ganz wunderlich. Sie misst sich nämlich nicht im Selbstgespräch oder in Konversationen mit deutschen Muttersprachlern, sondern beim Skypen mit ‚echten‘ Englischsprechenden. Wenn einem dazu dann noch bewusst wird, wie wichtig dieses Gespräch ist, kommt man wie ich schon ganz schnell in’s Stottern…

Wie dem auch sei, habe ich die Familie aus einem ländlichen Städtchen auf der Nordinsel einiges näher kennengelernt und sogar die 3 Jungs gesehen, welche sich anfangs eher schüchtern gaben.
Sie sind 6, 8 und 12 Jahre alt.
Nun, in dem Alter ist das Unterhaltungsprogramm sicher anspruchsvoller zu gestalten als mit Kindern im Kindergartenalter. Aber sonst ist die Familie ganz solide für Au Pairs. Sie haben bisher schon eine ganze Reihe glücklicher Au Pairs gehostet, stellen ein Auto zur Verfügung und wissen halt so ziemlich alles zum Thema Au Pair.

Im Bezug auf mein Auswahlverfahren heißt es jetzt aber, dass das die einzige Familie ist die in Frage käme. Denn die anderen Quellen haben entweder abgesagt oder sich bis jetzt nicht gemeldet…

Nun, es sind noch 2 Wochen Zeit, bis die Familie eine Antwort haben möchte und bis dahin werde ich noch gut überlegen und mit ihr und deren aktuellem Au Pair schreiben und mit der Agentur beraten.

Denn es kommt ja darauf an, ein gutes Match zu finden und nicht der ‚erstbesten‘ Familie zuzusagen…

Ich halte euch auf dem Laufenden, denn bald könnte es richtig rund gehen mit Ereignissen wenn die Gastfamilie feststeht.

They respond!

5 Uhr.
Der Wecker klingelt, mein Körper steht auf und wankt durch’s Zimmer dem Handy zu. Wecker ruhig gestellt, Beanchrichtigungszeile: E-Mail.

Sie haben eine neue Nachricht!

Jetzt ist es soweit. Mehrere Morgen der letzten Tage verliefen dach genanntem Schema.
Ich stehe nun mit 2 Familien in Kontakt, wobei eine auf dem Land und die andere in einem dicht besiedelten Vorort Aucklands wohnt.

Noch ist außer Informationsaustausch via Text kein weiterer Schritt erfolgt, aber auch das muss nicht sonst was großes heißen…
Am Ende muss man sich aber immer wieder vor Augen halten, dass es kein netter Besuch wird, sondern ein Jahr lang unter einem Dach leben und miteinander eine Zeit des Leben teilen… Und das sollte dann doch reiflich überlegt werden.

Es nimmt also Form an und der Traum wird mehr und mehr wahr…

Außerdem habe ich heute den letzten Teil des Säuglingspflegekurses gehabt.
Ein sehr interessanter Kurs, der mir außer Bergen an Information noch einiges über den Stellenwert eines Kindes erfahren ließ. Immerhin sitzt man mit lauter werdenden Eltern zusammen.

Jetzt weiß ich wie man Pampers wechselt, Babys badet, pflegt, wie man sie nicht pflegen sollte und so weiter. Äußerst interessant in allen Facetten…

Es könnte passieren, dass in nächster Zeit tatsächlich Au Pair-relevante News hier auftauchen… 🙂

Reflexionen um Gewinn und Verlust

19 Jahre lang ein Zimmer geteilt, in 20 Jahren Kindheit die besten Eltern der Welt genossen, sich immer bester und schlechtester Bruder zugleich gewesen…

…und dann passiert auf einmal sowas:

Ja, mein lieber Herr Bruder hat geheiratet.
Für mich als traditionsversessenen und nostalgisch veranlagten Typen sollte das ein mittelschwerer Zusammenbruch sein. Ist es aber nicht. (Noch nicht?)

Ich verstehe es nämlich nicht. Er lebt jetzt nicht mehr hier, zu Hause, sondern in seinem eigenen Zuhause. Es gibt nicht mehr „sein Zimmer“. Nur noch 2 Personen werden auf das „Gute Nacht!“ antworten, eine Person weniger wird mir sagen, ich soll leiserdrehen.
Wir werden ihn besuchen, „bei ihm“ essen, vielleicht einmal Neffen, Nichten und Enkel ans Herz drücken…

Er war immer eine Konstante im Leben. Der beste Bruder halt. 🙂 Und jetzt passiert die große Veränderung und ich begreife es nicht!

Aber wenigstens weiß ich folgendes: Seine liebe Frau (die ich hier bis jetzt noch nicht erwähnt habe) ist einfach wunderbar! Das wird er ganz sicher bestätigen können und wir haben sie auch schon lange in unser Herz geschlossen…

Eine Person mehr sagt jetzt Mama und Papa, unsere kleine Familie ist um ein Mitglied reicher und nicht zuletzt durften wir eine weitere außergewöhnlich großartige Familie kennen lernen.

Erleichterung

Ich werde oft gefragt, wie es nun aussieht mit Neuseeland, Agentur und Gastfamilie. Bis vor Kurzem musste ich immer sagen, dass es noch sehr früh zum Suchen ist und da noch nichts konkretes feststeht.
Aber in den letzten Tagen habe ich einige Mails mit der Agentur ausgetauscht, wobei sich wichtige Fragen gelöst haben.

Es ist nämlich tatsächlich sehr früh zum Suchen, da die Neuseeländer spontan sind und nicht wie die guten Deutschen ein ganzes Jahr im Voraus planen…
Ich habe mich aber mittlerweile online in einem Portal für Au Pairs angemeldet. Also langsam wird es konkreter mit den Plänen, was mir sehr gefällt.

Außerdem ist am Freitag die Premiere des einen Theaterstücks über die Bühne gegangen und es gab sogar am Ende Lob vom Regisseur… Den hat er sich bis dahin immer aufgespart, wodurch der Abend noch erleichternder war als ohnehin. Nun, die stressigen Proben haben sich ausgezahlt…

Babysitterkurs

Ich bin jetzt ein qualifizierter Babysitter! 😀

Der Kurs war in 2 Teile geteilt. Am ersten Tag wurde über die rechtliche Seite geredet. Was man beim Babysitten beachten muss (Privatsphäre, Versicherungsschutz, Rechte…), wie das mit der Aufsichtspflicht ist und einiges mehr. Gerade die Aufsichtspflicht ist ein Schlüsselthema… Denn man trägt dabei eine unglaublich große Verantwortung.

Wir waren 14 Leute, 11 Mädls und 3 Jungs. Außer mir im Alter von 14-16 Jahren. Es war eine echt angenehme Gruppe. Auch wenn manche meinen nicht ihnen angepassten Sprachstil nicht ganz akzeptieren wollten. Aber das liegt wahrscheinlich am Altersunterschied. 😀

Am zweiten Tag haben wir dann die praktischeren Themen behandelt.
Von Beschäftigungsideen über Verhalten bei Krankheits- und Unfällen, kindersicherer Wohnungseinrichtung, Zubereitung von Mahlzeiten für Kinder (ja, wir haben Brei gemacht UND gegessen), Tipps zum Bewerben als Babysitter bis zu einer Einheit zum Baden eines Säuglings. Es war SO viel Interessantes dabei! Echt wertvoll!

Und der Kurs hat mich nur noch neugieriger gemacht!
Ich möchte mich auf jeden Fall nach mehr Kursen umsehen. Einerseits weil es mich erstklassig auf die Zeit als Au Pair vorbereitet und andererseits weil es mich fasziniert! Gerade Säuglingspflege ist ja eine Sache, die einen als Au Pair viel attraktiver für die Eltern macht. Denn es gibt sicher viele Familien, bei denen es einen Säugling zu betreuen gibt. Und es ist außerdem wahrscheinlich eine der schönsten Sachen, die es nur auf Erden gibt.

Erste Hilfe am Kind zum Beispiel ist auch ein nützlicher Kurs. Werde mich mal umsehen. Und ihr bekommt Bescheid. 😉 Wenn ihr Tipps für Kurse habt, immer raus damit. 🙂

UND der Kindergarten in dem der Kurs stattfand! Der hat mich SO umgehauen!! Ich muss nicht viel aufzählen. Nur dass er ein Wasserbett im Schlafraum hat!!! *O_O* 😀

Außerdem

Jetzt kommt Schwung in mein Leben.

Habe gerade etwas aus alten Fotoalben (ja, so etwas existiert tatsächlich noch) abfotografiert und daraus nun ganz exklusiv ein nicht mehr ganz aktuelles Bild von mir, das ihr immer wieder ansehen könnt solange ihr diesen Beitrag zuende lest: 😉
Habe außerdem einen Babysitterkurs in der Gegend gebucht. Bin mal gespannt darauf und hoffe dass er mir gut was bringt für die Zukunft… 🙂
Außerdem habe ich endlich den (2 Jahre gültigen) Gutschein für ein Fahrsicherheitstraining vom ADAC umgesetzt. Den habe ich seit ich 18 bin rumliegen und der läuft im Juni aus. Also habe ich Anfang Mai ein Intensivtraining mit meinem Audi. Mal wieder was auf den letzten Drücker… 😀
Außerdem war der Verbandswechsel nicht schlimm. Und jetzt darf ich die nächsten Wochen zu Hause bleiben und 2x täglich die daumendicke, 1cm tiefe Wunde ausduschen. Ein Glück tut das nicht weh… Morgen wird dann entschieden, wann die Fäden gezogen werden können.
Habe mir außer der neuen Termine und der sonstigen Projekte (Bücher lesen, Rollen lernen, Hörbücher konsumieren, ein besserer Mensch werden, kochen backen putzen waschen lernen) und gesund zu werden nicht viel weiter vorgenommen für die nächste Zeit daheim…
Außerdem bin ich seit wenigen Tagen Mitglied im Club der Randlosträger. B)
Außerdem scheint die Sonne und es gibt nicht mehr viel Erwähnenswertes zu berichten. Habt einen schönen Tag!