Die Heimkehr

Ich habe gerade den Rasen gemäht und vorm Haus gefegt.

Alle Handgriffe saßen, als ob ich es erst gestern zuletzt getan hätte. Dann wieder nach oben in mein Zimmer und erstmal Musik an. Mein alter Computer läuft auch wieder und im Browser stoße ich auf einen Ordner mit Lesezeichen.
Da lese ich von Reisetipps, Packlisten und Neuseeland… Nie war diese Sammlung an Informationen unwichtiger für mich als heute.

Denn ich war da. Überall bin ich jetzt gewesen.
Man informiert sich, plant, geht hin, erlebt und…erinnert sich. Das ist der Ablauf.

Aber bevor ich hochphilosophische Thesen erbringe, wollte ich euch an dieser Stelle von dem Moment erzählen als ich ankam. In Deutschland. Daheim.

Nach einem angenehmen Flug, auf dem mir zu viel Deutsch geredet wurde (lag an der Fluggesellschaft) und einer kleinen Wartezeit nahm ich meinen Koffer mit auf die letzte Etappe.

Bevor meine Reise in den Armen meiner Familie ihr Ende nahm, machte ich ein letztes Foto:

Ehe ich es fassen konnte, saß ich neben dem als ob selbstverständlich dastehenden Flügel, lauschte den bekannten Tönen der Hände meines Bruders und hielt ein kleines Kind im Arm.
Zu meiner großen Überraschung war auch Vincent mitsamt Eltern Teil des Empfangs! Ich ließ mich einfach mitreißen und schon waren wir auf der Autobahn.

Meine Lieben haben mir den lang angekündigten Wunsch erfüllt und tatsächlich hielten wir an einer Raststätte an um uns an erlesener Speise gütlich zu tun.

Überbackene Brötchen mit Mamas Guacamole. 🙂

Und dann, dann war ich zu Hause. Alles bekannt und doch alles neu…

Wieder hier

Ich hab‘ jetzt ja Zeit.

Zeit, mich einzuleben. Zeit, wieder mehr zu korrespondieren. Zeit, die vergangenen 17 Monate aufzubereiten. Zeit, in Ruhe alle Leute wiederzusehen.

Zeit… Eine Woche ist zerronnen wie nichts!

Jetzt sitze ich hier im Schlaraffenland. Mama kocht wieder ihre umwerfenden Mahlzeiten, meine so vermissten Lautsprecher tun ihren Dienst und die Aufrüstbauteile für meinen Computer werden auch schon nach und nach geliefert.

Alleine mit diesem Eintrag warte ich schon ein paar Tage zu viel.
Habe ich euch nicht versprochen, weiter zu berichten? Gut, die meisten meiner Leser können jetzt einfach wieder mit mir reden, aber doch möchte ich hier nicht faul werden!

Deshalb nutze ich diesen Artikel dazu, zurück daheim das Blogger-Eis zu brechen. Nähere Artikel zur Heimkehr an sich und zu Eindrücken der nächsten Tage kommen nach. Denn erste Eindrücke reißen auch nach einer Woche nicht ab!

In den weichen Federn von Hotel Mama kann man schnell in einen tiefen Schlaf fallen.
Aber das wäre doch zu schade um alles, was es zu erleben und entdecken gibt!

Meine Reise geht weiter, bleibt dran!

Jeder Tag gehört irgendwann der Vergangenheit an…