Die Heimkehr
Ich habe gerade den Rasen gemäht und vorm Haus gefegt.
Alle Handgriffe saßen, als ob ich es erst gestern zuletzt getan hätte. Dann wieder nach oben in mein Zimmer und erstmal Musik an. Mein alter Computer läuft auch wieder und im Browser stoße ich auf einen Ordner mit Lesezeichen.
Da lese ich von Reisetipps, Packlisten und Neuseeland… Nie war diese Sammlung an Informationen unwichtiger für mich als heute.
Denn ich war da. Überall bin ich jetzt gewesen.
Man informiert sich, plant, geht hin, erlebt und…erinnert sich. Das ist der Ablauf.
Aber bevor ich hochphilosophische Thesen erbringe, wollte ich euch an dieser Stelle von dem Moment erzählen als ich ankam. In Deutschland. Daheim.
Nach einem angenehmen Flug, auf dem mir zu viel Deutsch geredet wurde (lag an der Fluggesellschaft) und einer kleinen Wartezeit nahm ich meinen Koffer mit auf die letzte Etappe.
Bevor meine Reise in den Armen meiner Familie ihr Ende nahm, machte ich ein letztes Foto:
Ehe ich es fassen konnte, saß ich neben dem als ob selbstverständlich dastehenden Flügel, lauschte den bekannten Tönen der Hände meines Bruders und hielt ein kleines Kind im Arm.
Zu meiner großen Überraschung war auch Vincent mitsamt Eltern Teil des Empfangs! Ich ließ mich einfach mitreißen und schon waren wir auf der Autobahn.
Meine Lieben haben mir den lang angekündigten Wunsch erfüllt und tatsächlich hielten wir an einer Raststätte an um uns an erlesener Speise gütlich zu tun.
Und dann, dann war ich zu Hause. Alles bekannt und doch alles neu…




