Mein erster Krankenhausaufenthalt

Jetzt sitze ich daheim, wieder auf meinem tollen Chefsessel, wieder vor`m PC, wieder ungemütlich am Steißbein.
Aber das liegt jetzt weniger an der Fistel, sondern am Verband. Also an diesem dicken, puscheligen Aufkleber auf der Stelle.
Hatte gestern morgens also meinen OP-Termin. Kam in’s Krankenhaus, durfte mich bis auf das OP-Outfit ausziehen und hinlegen, bekam noch so eine gewisse Beruhigungstablette, das Gebiet der Operation wurde äußerst großflächig enthaart, ich schlief ein, eine Schwester weckte mich kurz zwecks Essenswünschen, ich schlief wieder ein und dann wurde ich zum OP gerollt.
Voll cool insgesamt; man wird im Bett liegend dahingekarrt, einem ist (wahrscheinlich durch die ominöse Tablette) so ziemlich alles ganz herzlich recht und alle Krankenschwestern sind super nett und freundlich.
Braunüle eingesetzt, zum OP-Tisch gefahren und da an den Tropf gehängt, keine Klagen, alles super. War schon super benebelt und habe die Leute wahrscheinlich viel Sachen gefragt und sowas… Auf jeden Fall kam dann ‚das coole Zeug‘, die Narkose.
Juuuunge, wie das abging! Dir wird bisschen übel, dann auf einmal heiß, dir wird die Definition des Wortes Vollrausch ‚klar‘, bisschen gejauchzt und schon wache ich aus herrlichen Träumen auf und werde mitsamt Bett auf’s Zimmer gebracht. Musste allen sofort erzählen, wie cool die Narkose doch ist und dass es mir vooolle gut geht und so. Dann war ich doch leicht müde und habe geschlafen, bis ich wieder klarer wurde.

Das Bett war erste Sahne, vollends verstellbar, Essen gab es reichlich, ich hatte nur einen (sehr gesprächigen, aber netten) Nachbarn im Zimmer und von meinen 4 Büchern, 2 Theaterrollen und 3 runtergeladenen Hörbüchern konnte ich nur die eine Rolle markieren und auch nur 2 Hörbücher hören. Und viieeel mit meinem Nachbarn quatschen…
Nun, in gut 24 Stunden schafft man auch nicht alle Welt, aber von der Sicht aus hat es sich gelohnt… 🙂

Auf jeden Fall kann ich jetzt sagen, ich war im Krankenhaus und habe eine OP gehabt und so ziemlich alles genossen. 😀
Nur auf den Verbandswechsel morgen freue ich mich nicht ganz so sehr…

P.S.: Habt ihr gemerkt? Keine Rede von der Operation selbst. 😀 Davon habe ich nämlich gar nichts, ja noch nicht einmal Schmerzen mitbekommen… 😉

Sinus Pilonidalis

Mal was Neues.
Der kleine Knubbel ist gewachsen und auf einmal kann ich nicht mehr schlafen. Am Montagmorgen bin ich dann zum Arzt und habe mir eine Steißbeinfistel diagnostizieren lassen. Wer sich eingehender informieren möchte, der googele nach Herzenslust.

Bis gestern abend habe ich kaum sitzen können und nicht auf dem Rücken schlafen… Schlimme Situation, kann ich nur sagen… Glücklicherweise kann ich auf meinem Chefsessel vor’m Rechner doch ganz gut sitzen. Aber bloß nicht bewegen! Fällt ja eigentlich auch nicht schwer… 😀

Morgen ist also die OP und dann erst ein paar Tage Krankenhausaufenthalt. Und danach habe ich praktisch ein Loch am Hintern… Aber Einzelheiten berichte ich die nächsten Tage, wenn ich wieder nach Hause komme.

Außerdem ist das für mich ein Erlebnis, denn ich war bis jetzt noch nie im Krankenhaus. Wir werden sehen, wie es tatsächlich wird…
Sicher ist: Was sein muss, muss sein.

Bilders!

Ja, es ist lange her. Laaaange her.
Und die letzten Wochen hatte ich auch wirklich viel zu tun. Ich durfte Bioshock (das einzig wahre Computerspiel aus meiner Sicht) endlich durchspielen, ich lese 3 Bücher parallel, ich habe 2 Theaterstücke in der Probephase (bei einem sind es gleich 3 Rollen, die ich zu spielen habe) und dann ist da noch die Kamera, die ich beherrschen möchte. Und ihr natürlich.
Alles ganz tolle Dinge, nicht wahr? Nur muss man sich Zeit für jede einzelne Sache nehmen und dann kann es schnell passieren, dass dieses oder jenes zu kurz kommt…
Deswegen vergesse ich aber nichts. Manche Sachen lösen sich ja schnell auf, manche bleiben länger, manche werden zur Gewohnheit. Und das Bloggen macht jetzt gerade doppelt Freude, so bunt… 🙂

P.S.: Die Bilder sind vom heutigen Abend.

Unsere neuen Augen

Ich weiß, ein Blog mit vielen tollen Bildern ist schöner als ’nur‘ viel Text…
Und eigentlich wollte ich den neuen Eintrag erst dann schreiben, wenn meine neue Kamera angekommen ist. Aber wie es kommen muss, gibt es Lieferschwierigkeiten. Na super! Jetzt soll es bis nächste Woche dauern… Vielleicht soll das so sein. Vielleicht muss ich erst andere Dinge schaffen, bevor ich fotografieren und filmen darf… 🙂 Klar könnte ich stornieren und anderswo bestellen. Aber das ist so stressig. Da übe ich mich einfach etwas in (neuseeländischer?) Geduld, das kann nämlich nie schaden.

Ich denke schon, dass sich gerade meinem Blog durch die Kamera neue Möglichkeiten öffnen. Denn dann habe ich vorzeigefähige Bilder (nicht etwa vom Smartphone), mit denen ich euch in mein Leben mitnehmen kann.
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Kitschig, aber wahr.

Meine 2. Ausbildung

Das Leben geht weiter. Langsam kehrt nach allem Ausbildungsstress und den 2 Wochen Kindergartenpraktikum der Alltag ein. Ich gehe nun jeden Tag zur Arbeit und dann nach Hause. Ohne weiterreichende Verpflichtungen. Ganz einfach…
Aber jetzt ist es Zeit, die achsovielen Dinge die man vor sich hergeschoben hat, endlich anzufangen. Wie zum Beispiel öfter zu bloggen, zu lesen, die Rolle für’s Theater einzuüben und einiges mehr…

Ich habe mir außerdem vorgenommen, die nötigen Skills zu erlernen die man als Au Pair (also so ziemlich als Mutter und Vater) so braucht.
Bisher lief das mit dem Mittelpunkt, den Kindern, schon sehr gut. Und innerhalb der Familie reißen die Möglichkeiten natürlich nicht ab, etwas mit den Kindern zu unternehmen oder einfach zu spielen. Aber es gibt ja noch viele weitere Aufgaben als Au Pair. Der Haushalt liegt innerhalb gewisser Grenzen in deiner Hand.
Und natürlich kann ich nicht einfach mal zur erfahrenen Haushaltskraft werden. Aber wie mir nach 3,5 Jahren Ausbildung klar geworden ist, kann man tatsächlich manche Dinge einfach lernen. Besonders leicht fällt es, wenn man Interesse am Stoff hat und sich das Ziel des Lernens immer vor Augen hält.

Man sagt auch, dass der Lehrer die entscheidende Rolle in einer Ausbildung spielt. Und wer käme in Sachen Haushalt an meine Mutter ran?
Ich habe mich ja sonst immer so gut es ging vor’m Putzen, Kochen und Waschen gedrückt, aber es kommt sehr bald die Zeit, wo ich mehr oder weniger in diesen Aufgaben auf mich allein gestellt sein werde. Deshalb habe ich die Tage mit meiner zweiten Ausbildung, wie ich sie nenne, angefangen.

Ich helfe Mama jetzt nicht nur weil ich ein so lieber Junge bin, sondern weil ich alle Dinge rund um den Haushalt lernen möchte. Und nebenbei bemerkt kann es niemals schaden, auch als Junge das alles zu können…
Immerhin gehe ich mit möglichst professionellen Methoden und grundlegenden Fragestellungen an die Aufgabe 😛

Wer weiß, vielleicht kommt hier bald ja ‚Mein erster Kuchen‘ oder ‚Guck wie das alles glänzt‘ 😀

Außerdem habe ich bereits eine vorläufige Version des Bewerbungsformulares als Au Pair meiner Agentur gemailt. Die sagt, es sei noch etwas früh, das Verfahren so richtig aufzunehmen. Ich möchte ja erst gegen Ende des Jahres verreisen und das dauert noch einige Zeit.
Aber es geht voran. Und das macht zuversichtlich…