Seit ich in Neuseeland bin, habe ich nirgendwo anders als in Hostels geschlafen. Demzufolge habe ich über diesen Lebensraum einiges gelernt, was ich gerne mit euch teilen möchte.

Was in allen Hostels gleich ist:

  • Es gibt die sogenannten ‚Longtermer‘, also die Personen die schon mehr als 1-2 Monate im Hostel leben. Sie haben schon alles im Hostel gesehen und wissen sich dem Treiben perfekt/ auf ihre Art und Weise einzuordnen. Sie oftmals sind an bunten und mehrgängigen Mahlzeiten und am vertrautem Umgang mit JEDEM im Hostel zu erkennen.
  • Jedes Hostel hat Backpacker, die für Unterkunft arbeiten. Es kann also sein, dass dein Zimmernachbar die Dusche nach dir putzt oder dich nett dazu auffordert doch das Geschirr auch abzutrocknen. Man hört demzufolge auch unzählige Geschichten, wie entstellt andere Zimmer aussehen und dass eine Person doch tatsächlich die Handwaschflüssigseife als Duschgel missbraucht.
  • Es sind gefühlt zu 90% Deutsche und Franzosen, die man trifft.
  • Die Küche lehrt einen sehr schnell, die Hygienestandards von daheim zu vergessen. Wenn keine Reste mehr dran kleben, ist es sauber. Und scharfe Messer existieren nicht.
  • Jedes Hostel hat einen TV-Raum, Sofas über das ganze Areal verteilt und mindestens einen großen Esstisch in der Nähe der Küche.
  • Jedes Hostel hat an unzähligen Stellen Zettel mit Hinweisen angebracht und jeder von ihnen muss eine bestimmte Geschichte haben…
  • Deine Reiseführer schlafen nachts in den Betten um dich herum.

Was in jedem Hostel anders ist:

  • In manchen Hostels legt man sich in’s Bett und schläft selig, während in anderen die Bilder der Bettwanzen, die man vom Laken geschnipst hat ein unangenehmes Jucken am ganzen Körper auslösen.
  • Großer Raum mit Duschvorhang, Badewanne mit Duschvorhang und die Gardine bedeckt nicht das ganze Klarglasfenster, Waschzelle, Riesendusche mit Glaswänden die nicht ganz schließen; Duschen ist hier immer ein kleines Abenteuer.
  • Manche Hostels sind ‚gesprächiger‘, in einem anderen Hostel habe ich die 1,5 Tage kein einziges Gespräch geführt. (War aber nicht so schlimm wie es sich anhört. 😀 )
  • In manchen Hostels gibt es Kaffee und Tee kostenlos, in anderen dazu noch Cappuccino, andere stellen sogar Reis und Nudeln zur Verfügung, wieder andere dagegen nichts dergleichen.
  • Die Quelle allen Seins: Das Internet. Hier bekommst du zeitlich begrenzt unbegrenzte Datenmengen für 12$ die Woche, da gibt es 10GB für 24 Stunden für 4$, dort gibt es 6GB einmalig kostenlos für wie lange man will, aktuell gibt es bei UNglaublich instabiler Verbindung 800MB kostenlos… (Die meisten Städte haben aber mindestens einen freien Hotspot in der Stadt.)

Zu meinem Verbleib gibt es nicht viel zu sagen. Bin wieder nach Wellington gekommen um mein Bankkonto zu eröffnen, was auch sehr gut geklappt hat. Bald werde ich nach Hastings gehen, denn dort gibt es viele Jobs auf Plantagen und das ist genau das was ich suche…
Außerdem sagt man der Gegend das gleiche nach wie der Gegend am Kaiserstuhl in Deutschland: Dort gibt es das ’schönste‘ Wetter. 🙂

Aber dazu später mehr.