Diesen Titel liest man in den Blogs der allermeisten Au Pairs.
Er bedeutet nämlich, dass ein wichtiges Ereignis eingetreten ist: Gastfamilie und Au Pair haben sich gefunden.
Am Samstag haben wir uns getroffen. An einem Spielplatz in Wellington. Alle waren da. Mutter, Vater, die 3 Kinder. Mit den Eltern habe ich mich gut verstanden und auch mit den Kleinen war der Draht schnell aufgebaut und ebenso schnell schon warm.
Wir haben uns viel unterhalten mit den Eltern, mit den Kindern gespielt und es war schön.
An dem Tag würde ich über meine Bleibe und damit für ein ganzes Jahr meines Lebens entscheiden. Das hat mich im Vorfeld zugegebener Weise schon etwas nervös gemacht, aber aus dem Gespräch mit dem Au Pair war kein Grund gegen die Familie zu nehmen und das Zusammensein war nun alles andere als abstoßend…
Es sind 2 Mädchen im Alter von 5 und 10 Jahren und ein Junge der beinahe 8 ist. Die jüngste war anfangs eher zurückhaltend aber die anderen waren gleich ganz offen und wollten viele Sachen wissen. Nun, sie sind es inzwischen gewohnt die Au Pairs zu wechseln…
Habe ich erwähnt dass die Neuseeländer sportlich sind? So waren die Kids allesamt mit ihren Scootern (Tretroller oder wie man auf deutsch so sagt 😀 ) unterwegs. Und wie sich im Skatepark zeigte haben die auch nicht schlecht was drauf mit den Dingern, besonders der Mittlere…
Die Familie lebt in einem Vorort Wellingtons und von da sind es etwa 10 Minuten in die Innenstadt. Wellington ist ein schöner Ort und auf keinen Fall der schlechteste Punkt um die Nordinsel von da aus zu bereisen. Außerdem habe ich Kontakt zu einer ganz kleinen Amateurtheaterbühne und kann somit theoretisch auch hier mein großes Hobby ausleben.
Mein Plan sieht nun wie folgt aus: Erstmal auf die Tasche warten, solange im Hostel bleiben. Dann auf der Südinsel ein Auto kaufen und meine 3 Monate Arbeit vollmachen um das (bereits beantragte) Working Holiday Visum zu verlängern und ingesamt die Südinsel unsicher machen.
Ab April komme ich dann zu der Familie und kann ein Jahr dort arbeiten, leben und die Nordinsel in ihren Einzelheiten sehen.
Es ist also soweit. Ich habe eine Familie.
Aber das ist auch nur ein Punkt unter vielen Errungenschaften, die ich in der letzten Zeit meistern durfte…
Ich habe beispielsweise erstmalig meine eigene Wäsche gewaschen. (hier klischeehaften Applaus einfügen) Ist auch nichts verforben oder eingelaufen (habe aber nicht alles einzeln ausprobiert). 🙂
Meine Zimmernachbarn sind nunmehr richtige englische Muttersprachler (sie Kanadierin, er Engländer) und wir verstehen uns prächtig. Die sind auch dafür verantwortlich, dass jetzt folgender Einrichtungsgegenstand bei uns wohnt:
Mein erstes Weihnachten fernab von Zuhause verbringe ich also auch im Hostel mit internationalem Flair, Sonne und einem Barbeque an Heiligabend…
Und es war mir eine besondere Ehre meine lieben Roommates mit meiner 3. selbst gekochten Mahlzeit zu bedienen. (noch zähle ich :P)
Eines Tages verspürte ich den Wind der Freiheit gepaart mit Appetit auf Shrimps, sodass ich mir eine Portion köstlicher (und ich messe naturgemäß alles an der Küche, die ich von daheim gewohnt bin) Knoblauch-Limetten-Shrimps-Nudeln briet. Das macht Spaß und es schmeckt und man wird satt UND man ist zufrieden mit sich und der Welt. Win-win-win-win! 😀




