Die vorletzte Station meiner Reise, Krabi in Thailand, erreichte ich nach einer langen und nicht gerade gemütlichen Busfahrt. Ich hatte für den Ort, wie auch für die Malaysia und Singapur, 2 Nächte eingeplant und neben einer tollen Inseltour feinstes Gewitter- und Regenwetter erlebt.

Im Dunkeln das Hostel wiederfinden ist eins, in reißenden Sturzbächen was anderes…

Aber der Reihe nach: Ich verabschiedete mich also von Penang und Georgetown und stieg in den Minivan in Richtung Thailand. Minivans sind eigentlich nicht die richtige Bezeichnung. Mobile Hüpfburg trifft es in Verbindung mit den Straßen hier schon eher.
Eigentlich sollte ich von Anfang bis zum Ende mit einem Ticket durchfahren können, aber das klappt nur wenn man den Bus nicht verlässt. In Hat Yai hinter der thailändischen Grenze wurden wir dann ausgesetzt und am Busbahnhof aufgeteilt.
Das Vokabular für solche Situationen beschränkt sich auf ein einziges Wort. In meinem Fall ‚Krabi.‘ Ich wurde zu einem Schalter bugsiert und erklärte der jungen Dame mithilfe des einen Wortes das sie verstand was meine Mission war.
Ihr zu erklären dass ich schon bezahlt hätte beeindruckte nicht. Ich musste ein neues Ticket kaufen. Viel Geld kostet sowas nicht, ist aber dennoch nicht ideal…
 
Nun, dann ging es ab in die nächste Hüpfburg, die leider weit ungemütlicher und heruntergekommener war als die erste. 12 Personen und die brennende Sonne machten das Klima im Auto drückend, aber wenigstens durch das Gewackel der Straße kam etwas Bewegung in die Luft.

Der Minivan-Umschlagplatz in Hat Yai.

Endlich in Krabi Town angekommen, bezog ich mein geräumiges Zimmer, buchte die Weiterfahrt und die Inseltour für den nächsten Tag bei dem sehr freundlichen Hostelbesitzer und machte einen kleinen Spaziergang:

Die Ampeln in Krabi Town sind Kunstwerke!

Tom Yam.

Am nächsten Tag ging es auf die ‚Seven Island Sunset Tour‘. Aber von den 7 Inseln waren ein paar Teil des National Park und kosten extra. Ich habe mir das Geld gespart und war glücklich damit.
Es ging in einem Tuktuk zum Pier. Dieses Gefährt hat eine Fahrerkabine und eine Art personengerechte Ladefläche hinten drin. Das allernormalste öffentliche Verkehrsmittel hier! 🙂

Aus dem Tuktuk heraus.

So sehen die Boote aus, auf denen wir Touristen verladen werden.

Wir wurden dann eingeteilt, je nach dem ob wir den National Park mitnehmen wollten oder nicht. Später erfuhr ich von den anderen, dass es das Geld nicht wert gewesen sein sollte…
Der Tag sah so aus: Ein steter Wechsel vom kleinen zum großen Boot, zweimal Schnorcheln mit Riffen und exotischen Fischen, ein Inselbesuch mit Abendessen und etwas Unterhaltung und später dann schwimmen in floureszierendem Plankton… Letzteres war mein Highlight! Du bist also im pechschwarzen Wasser (wenn die Boote dann mal das Licht ausmachen) und bringst durch schnelle Handbewegungen im Wasser die kleinen Partikel zum leuchten. Wie in einem Computerspiel! 😀
Von den Schwimmaktionen gibt es leider keine Fotos… Meine Kamera ist zwar toll, aber noch nicht wasserdicht. 😉

Die Stars dieser Gewässer am Tage sind auf jeden Fall die steil aufragenden Felsen…

Chicken Island.

 

 

Wie kommen Stalaktiten im Freien zustande?

 

 

Der Sonnenuntergang versteckte sich hinter Wolken.

Eine mehr oder weniger professionelle Feuershow am Abend…

Auf dem Rückweg traf es wieder so, dass ich mit den selben Leuten zurück in die Stadt fuhr. 7 IndonesierInnen die den National Park gesehen hatten, eine Britin aus Japan mit der ich den Tag über unterwegs war und meine Wenigkeit.
Die Stimmung war grandios nach dem erlebten Tag! Wir begannen, jede Nationalität nacheinander, uns Lieder vorzusingen und so brachte es der Tag zu einem tollen Abschluss…
Musik ist mehr, Musik verbindet!

 

 

Die Rückfahrt im Tuktuk.

 

 

The next day I would be collected by the bus to Bangkok at 4pm and the time until then I used to see the beach at Ao Nang.

So sieht übrigens mein Gepäck aus, wenn es mal wieder explodiert ist…

Als Elektroniker weiß ich nicht, ob ich staunen oder die Stirn runzeln soll. 😀

 

 

Und wieder ergoss sich der von den Einheimischen lang ersehnte Regen über das Land.

Das Busterminal in Krabi. Hier wurden wir gut zahlenden Touristen wie Hühner in die Busse aufgeteilt.

 

 

Und noch ein schöner Fakt zu Busreisen in Thailand oder Südostasien generell: Kundenorientierung ist ein Fremdwort. Der Bus, in den wir in Krabi einstiegen hielt nach etwa einer Stunde und es hieß: „Bangkok change bus! Bangkok change bus!“ Also alle raus, Gepäck genommen und in den nächsten Bus.
Dieser war grün beleuchtet (#00FF00) und härter aufgehängt als jeder Opel Manta! Im oberen Stockwerk, in dem ich Platz nahm, machte sich das bemerkbar indem einfach ALLES äußerst geräuschvoll rüttelte, wackelte und schüttelte. Irgendwann sagte ich mich von jedem Schlafversuch ab und nahm meinen akustischen Schnuller in den Mund oder eher ins Ohr. Ein Hoch auf meine Kopfhörer!! 😀

Bangkok empfing mich mit einem lügenden und unverschämt teuren Taxifahrer, dem ich aber trotzdem einen 60% Rabatt auf den zuerst genannten Betrag abschlug, sodass er kein Wort mehr mit mir wechselte auf der Fahrt. Um 6 Uhr morgens, nach einer alles andere als entspannenden Busfahrt von Scammern überfallen werden, das ist schon ziemlich kriminell! Aber was soll’s, ich bin bald eh‘ daheim und kann mich von allen Strapazen ausruhen.

Heute ist schon der letzte volle Tag meiner langen Reise. Ich werde ein wenig durch Bangkok schlendern, aber es ruhig angehen lassen. Ich brauche keine Aufregung mehr…