Ich möchte in mein Tagebuch schreiben, dass wir nach Hause gefahren sind. Aber wir sind nur nach Wellington zurückgefahren.
Elena, die letzte der ‚Fünf Freunde‘ die Wellington nicht verlassen hat, und ich waren zu Besuch in Hastings, bei meiner alten WG. Und dann, keine 12 Stunden nachdem ich die Lieben dort zum Abschied drückte, bin ich auf dem Wasser zwischen der Nord- und Südinsel.
Jetzt gibt es kein Haus in Neuseeland, das mein Zuhause ist.
Ich bin mit meinem Auto unterwegs. Mein Plan: Nach Queenstown reisen und dort einen qualifizierten Job als Elektronikfachkraft finden.
Queenstown soll umwerfend sein, habe ich gehört. Wer weiß, vielleicht wird mir dieser schöne Flecken Erde ja bald ein Zuhause werden…
Der Besuch in Hastings war ein wundervolles Erlebnis. Zu Gast sein, wo man davor in allem Ernste gearbeitet und gelebt hat, die Mitbewohner sehen, sich mit ihnen am Wiedersehen freuen, seine Ortskenntnisse entstauben, alle Haus- und Hoftiere streicheln, Apfelbäume nackt und kahl stehen sehen. Es kamen Gefühle aus der Kindheit auf, Erinnerungen von Sommerabenden bei Verwandten; dort wo die größte Sorge der Welt der Aufruf der Eltern ist, heimzufahren. Sorglosigkeit spüren, Geborgenheit fühlen…
Nicht viele der Neuseelandreisenden werden diese Erfahrung kennen, wirklich an einen Ort zurückzukehren. Dazu muss man länger an einem Ort sein, dort leben und dann nach einer Zeit zurückzukommen. Innerhalb einer Reise ist so etwas unbezahlbar.
Noch angenehmer wird das Erlebnis dann, wenn man es mit anderen teilen kann.
Wie an einem Wochenend-Roadtrip mit einer guten Freundin oder jetzt, wo ich mit einer Franzosin und einer Deutschen von Christchurch losgefahren bin um innerhalb von 3 Tagen nach Queenstown zu gelangen.
Seht selbst die Wunder der Südinsel:
Berge mit Straße.
Das größte Erlebnis war aber, als ich eine Fahradfahrerin überholte die sich als Lea entpuppte. Sie war eine der ‚Fünf Freunde‘ und radelt jetzt über die Südinsel. Ohne sich abzusprechen, mit dem Gedanken des Alleineseins im Herzen und aus heiterem Himmel entstand dann eine der besondersten Begegnungen:







