Wo war ich stehengeblieben?
Rotorua
In dieser wunderlichen Stadt. Ich habe dort ein paar Tage verbracht und vornehmlich die Gegend erkundet. Rotorua ist ja bekannt für seine geothermale Aktivität. Und das merkt man an jeder Ecke. Wo man auch hingeht, es gibt immer diese dampfenden Tümpel, sprudelndes Wasser aus der Erde, Löcher im Boden, Schwefelgestank. Ich habe den See in Rotorua, ein paar Parks und ‚Te Puia‘, eine Attraktion um Maorikultur mit einer Ansammlung geothermaler Wunder (und viel Schwefelduft), besucht. Von diesem unwirklich erscheinenden Flecken Erde musste ich natürlich sehr viele Bilder machen…
Te Puia
Nebenbei durfte ich den für Neuseelandreisende beinahe schon obligatorischen Fallschirmsprung absolvieren. Ein einmaliges, unglaubliches und äußerst intensives Erlebnis.
Zum Abschied von Rotorua habe ich Hitchhiking versucht. Mein Ziel war Taupo und es hat gut geklappt. Nach etwas Wartezeit hielt ein pensionierter Bauer an und nahm mich mit nach Taupo. Wir unterhielten uns die Zeit über über Landwirtschaft und er erklärte mir den Wandel, den das Land von Forst- zu Weidefläche durchmacht. Jetzt weiß ich auch, dass Neuseeland tatsächlich mehr Schafe als Menschen besitzt, aber dass die Zahl der Schafe sich in den letzten Jahren halbiert hat. Kühe gewinnen immer mehr an Bedeutung und die Milchwirtschaft floriert heutzutage.
Taupo
Der liebe John ließ mich am Standrand raus und ich ging guter Dinge drauflos. Wenn ich eines in Neuseeland gelernt habe, ist es, dass man alle Leute immer ansprechen kann. Also versuchte ich mein Glück bei der erstbesten Person, einem forschen Schrittes vorangehenden Mädchen mit Ohrstöpseln in den Lauschern. Dieselben waren flugs verschwunden und es stellte sich heraus, dass sie im Pak’n’Save (eine Art großhandelartiger Aldi) arbeitet, welcher 3 Minuten vom Hostel entfernt ist. Also hatte ich nicht nur eine gute Wegbegleiterin in Christin, sondern auch ein zuverlässiges Navi in der unbekannten Stadt. Zu erwähnen sei da, dass wir uns bei jedem meiner zwei Besuche in dem selben Supermarkt an der Kasse trafen. Man sieht sich halt immer 3x im Leben oder wie war das? 😀
In Taupo blieb ich nur eine Nacht, wobei dieser wunderschöne Flecken (Mittel-) Erde mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Zumal ich die Gegend ja schon aus 4.500m Höhe gesehen hatte. 😉 Aber mein Plan sah es so vor. Ich wollte in Taupo nämlich eine Bloggerin treffen, welche dort Au Pair ist. Das war auf vielen Ebenen besonders und Lake Taupo sieht mit der untergehenden Sonne und den Füßen vom warmen Wasser umspült einfach nur schön aus…
Mein Plan für den nächsten Tag sah eine weitere Portion Hitchhiker-Abenteuer vor. Nachdem ich meine Ersatztasche, welche mir in Absenz der gewünschten ja immer noch an der Backe klebt, über Wiesen und durch Schotter stückweise Richtung Highway 5 nach Napier gezogen hatte, ward mein Daumen erhört und Andrew nahm mich mit. Wir unterhielten uns angeregt über viele Themen rund um Neuseeland (Aotearoa, wie es die Maori ursprünglich nannten) und es galt wieder über die Natur des Landes zu staunen. So viel Abwechslung gibt es nur hier. Und so viel Schönes so nah nebeneinander sicher auch…
Napier
Andrew ließ mich direkt in Napier raus und ich checkte im Hostel ein. Ich hatte Lust, neue Leute kennenzulernen. In Rotorua hatte ich ein Einzelzimmer (welches den Wert von Privatsphäre wieder wichtig werden lässt) und in Taupo war ich ja nur für eine Nacht. Aber in dem Vierbettzimmer hier bin ich tatsächlich der einzige Bewohner. 😀 Nun, über 2 Nächte allein will man sich ja nicht beklagen…
In Napier (oft als wunderschön bezeichnet) ist es wunderschön! Die Stadt wird vom Art Deco (habe ich je erwähnt, das ich großer Bioshock-Fan bin?) dominiert, das Wasser ist blau, es ist auch hier heißer Sommer.
Hier in Napier traf ich dann Klaus und Jennifer, dieselben die mich anfangs in Wellington zum Hostel brachten. Ich wurde nicht nur mit köstlicher Speise bewirtet, sondern auch mit dem Angebot mir bei der Jobsuche behilflich zu sein.
Meine Pläne sahen ja erstmal die Südinsel als Reise- und Arbeitsziel vor, aber in den 3 Monaten die mir zum Arbeiten für die Visumsverlängerung bleiben wird für’s Reisen dort nicht viel Zeit bleiben. Zumal ich auch in 3 Monaten meinen Au-Pair-Job in Wellington antreten werde…
Vielleicht arbeite ich lieber in Hawke’s Bay und vertage die Südinsel auf später. Das sind die aktuellen Überlegungen. Erst muss ich zwecks Kontoeröffnung aber nach Wellington zurück (diesmal mit Bus, also keine Sorge 🙂 )…































